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Ich denke, also bin ich

21. Juli 2010 in Flirten 2 Kommentare

Mit Sicherheit keine Gesprächsprobleme: Albi EinsteinDiesen weisen Satz schrieb René Descartes 1641 erstmals nieder. Mittlerweile ist er weltberühmt. Auch Einstein macht mit dem Denken so einige Spirenzchen und ersann sich mal eben in seinem Studierzimmer die Relativitätstheorie. Wir sehen also, dass das Denken an sich schonmal ‘ne gute Sache ist.

Doch wie passt das nun hier hinein? An sich geht’s doch um Ansprechen, Reden, Turteln, Flirten und und und… Also warum das ganze Gerede über die kleinen grauen Zellen? Ganz einfach: Wenn ihr euer Gehirn nicht ab und an mal benutzt, werdet ihr niemals wirklich gut Flirten.

Dazu ein Beispiel:
Ein junger Mann, der sehr unsicher ist aber schon ein bisschen Theorie mitbekommen hat, überwindet sich und spricht eine Frau an. Nach dem ersten Hallo erinnert er sich dann an Seite 6 aus dem letzten Flirtratgeber und fragt “Du, ich brauch mal eben deine Meinung. Also ein Freund von mir hat seit Kurzem eine neue Freundin und noch Kontakt zu seiner Ex. Das findet die Neue natürlich gar nicht gut und ist sauer – er soll den Kontakt abbrechen. Was sagst du eigentlich dazu?”
Die Dame antwortet und dann: Stille. Ist ja auch logisch. Frage beantwortet, Gespräch beendet.

Das ist ein typisches Szenario, wie ich es auch aus vielen Coachings kenne. Und bis vor Kurzem war mir nicht wirklich klar, warum diese wunderbare Thema (da sind locker 30 Minuten Gespräch drin) so schnell abgehakt ist. In einem Gespräch mit Hendrik ist uns dann allerdings die Lösung aufgefallen. Gerade bei solchen “nicht spontanen” Fragen / Themen fehlt bei fast jedem Mann die eigene Meinung. Natürlich sind solche “Stützräder” vollkommen in Ordnung, gerade am Anfang. Allerdings dürft ihr dabei eines niemals vergessen: Eure eigene Meinung dazu.

Die Lösung für dieses Problem ist ganz einfach – eigentlich gibt es sogar 2 Möglichkeiten:

  1. Wählt ein anderes Thema: Sucht euch bspw. bei “der weiblichen Meinung” ein eigenes Thema / eine eigene Frage aus. Und zwar muss sich das dann um etwas drehen, womit ihr euch selbst beschäftigt und über das ihr schon einmal nachgedacht bzw. diskutiert habt. So habt ihr auf jeden Fall dazu etwas zu sagen, könnt von vergangenen Gesprächen zu dem Thema erzählen und schöpft somit aus euren eigenen, persönlichen Erfahrungen mit dem Thema.
  2. Bereitet euch auf dieses Thema vor: Wenn ihr wirklich nach dieser Beziehungskiste fragen wollt, ist das natürlich vollkommen OK. Allerdings solltet ihr euch im Vorfeld mal hinsetzen und euch überlegen, wie ihr eigentlich der Sache gegenüber steht. Was sind eure Gefühle, Eindrücke und Erlebnisse dazu? Was könntet ihr zu dem Thema sagen? Oder stellt diese Frage einfach mal euren Freunden. So sammelt ihr auch direkt schon andere Eindrücke und Sichtweisen, von denen ihr dann im Flirtgespräch zehren und erzählen könnt.
    Ein positiver Nebeneffekt dieser Methode ist, dass ihr ständig neues erfahrt und somit euren Horizont immer schön erweitert.

Also nehmt euch ruhig mal die Zeit und schaltet euer Gehirn ein. Denkt nach, diskutiert mit anderen und geht gut vorbereitet in einen Flirt hinein. So erfahrt ihr auch, welche Themen euch gut liegen und welche ihr eher langweilig findet. Die einzige Grenze ist eure Kreativität.

Die ganz Unsicheren unter euch können sich so auch ruhig ein paar Themen (inkl. eigener Meinung, Diskussionspunkten und Erfahrungen) zurecht legen – inklusive Überleitung. So habt ihr einen roten Faden und beugt ungewünschten Gesprächspausen perfekt vor.

Um dieses Thema wird es aber auch noch einmal ausführlicher im neuen Trainingsprogramm gehen… also dran bleiben :)

Euer Karsten

P.S. Die Auswertung der Videowünsche ist fast fertig.

2 Kommentare

Stefan - 9. August 2010

Sehr schöner Artikel und ich bin auch der Meinung, das denken sehr wichtig ist. ;)

Kleiner Anhang von meiner Seite:

Mitdenken, aber nicht nur den Verstand benutzen und alles rational sehen, sondern auch mal Intuitiv und mit dem Herzen “denken”.

Meiner Meinung ist der Punkt sehr wichtig. Vor dem Ansprechen bzw. daheim mit denken vorbereiten aber in Ansprech-Situationen eher das Gefühl benutzen. Auch wenn es nicht immer klappt, fühlt man sich danach trotzdem nicht als hätte man Schaugespielt und empfindet nicht dieses Gefühl nicht man selbst gewesen zu sein. Wenn man bei einem Flirt zu sehr ins nachdenken Gerät was man sagen soll, sagt man meist garnichts mehr und dreht sich um und geht rot angelaufen weg. Selbst schon erlebt :)

Gruß Stefan

Johannes - 22. August 2010

Dein Artikel und deine enthaltene Aussage ist gut, allerdings finde ich es ekelig, wie du das grundlegend wichtige Zitat von Descartes einfach auf das Denken hinunterbrichst. Der Satz sagt viel mehr aus, als du versuchst zu beschreiben. Das grenzt ja schon fast an Missbrauch! :]
Man erwartet einfach mehr und ist letztlich enttäuscht. Ein anderer Titel und eine andere Einleitung wären wesentlich stärker gewesen.
kuss.

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